Handy Vergleich
61 Millionen Menschen besitzen in Deutschland ein Handy. Doch sie wenigsten besitzen immer noch ihr erstes Handy. Wenn wieder mal der Kauf eines neuen Modells ansteht, werden Informationen zum aktuellen Handymarkt benötigt.
Einsteigerhandys, Seniorenhandys, Multimediahandys und Smartphones im Vergleich
Der Absatz von Smartphones steigt rasant, doch je nach Nutzungsart ist unter Umständen ein anderer Handytyp das Richtige für den eigenen Bedarf.
Wer das Handy nur benötigt, um erreichbar zu sein oder gelegentlich eine SMS zu verschicken, ist mit einem einfachen Modell gut bedient. Ein solches Einsteigerhandy zeichnet sich durch seine leicht erlernbare Bedienbarkeit aus. Teilweise können auch Einsteigerhandys schon Fotos aufnehmen. Die Qualität der Kameras ist meist sehr schwach und die Darstellung der Bilder auf dem kleinen Display nicht optimal. Seniorenhandys ähneln den Einsteigerhandys sehr. Sie legen noch mehr Wert auf gut ablesbare Displays mit großer Schrift und gut bedienbare Tasten. Zusätzlich bieten sie dem Alter angemessene Zusatzfunktionen wie zum Beispiel zum Notruf.
Multimediahandys vereinen MP3-Player und Fotoapparat in einem Gerät. Im Gegensatz zu Smartphones bieten sie weniger Funktionen. Sie verfügen über Spiele und theoretisch ist es auch möglich, mit ihnen ins Internet zu gehen. Aufgrund der kleineren Displays und der unkomfortableren Bedienung werden Multimediahandys hierfür aber selten genutzt. Entsprechend sind Multimediahandys vor allem für Menschen geeignet, die unterwegs schnell den einen oder anderen Schnappschuss machen wollen und kein Extra-Gerät als MP3-Player mit sich herumtragen wollen, aber auf mobiles Internet verzichten können.
Smartphones bieten fast schon so viele Funktionen wie ein kleiner Computer. Mit ihnen ist es problemlos möglich mobiles Internet zu nutzen und Mails zu verschicken. Auch MP3-Player und Kamera gehören zur Standardausstattung eines Smartphones. Zusätzlich sind sie mit weiteren Programmen, sogenannten Apps, erweiterbar. Für jedes Problem gibt es inzwischen eine App, die installiert werden kann und auch Spiele gibt es in großem Umfang.
Betriebssysteme im Vergleich
Einfache Handys besitzen als Betriebssystem eine Eigenentwicklung des Herstellers. Bei Smartphones hingegen ist der Wahl des Betriebssystems eine bedeutendere Rolle zuzumessen. Die größte Verbreitung haben Android und iOS, letzteres ist aber nur auf dem iPhone verfügbar. Ebenfalls eine nennenswerte Bedeutung haben Windows Phone 7 und Blackberry OS.
iOS ist bekannt für seine komfortable Bedienung, aber Android hat in diesem Punkt inzwischen gleich gezogen. Allerdings macht es bei Android einen Unterschied, die Oberfläche welches Herstellers das Handy verwendet. Die sogenannten Google Phones verwenden das „nackte“ Android, während die meisten anderen Hersteller eine eigene Oberfläche entwickelt haben, wie zum Beispiel HTC mit „HTC Sense“. Blackberry OS ist durch seine hervorragende E-Mail-Synchronisation besonders für den Business-Einsatz gut geeignet. Die App-Auswahl der unterschiedlichen Betriebssysteme variiert. Sowohl für Android als auch iOS ist die Auswahl schier unendlich. Auch preislich liegen die Angebote im gleichen Bereich. Für Blackberry OS und Windows Phone 7 ist die Auswahl geringer. Wer keinen Wert auf die aktuellsten Apps legt, ist mit diesen Betriebssystemen aber auch gut bedient.
Display und Auflösung im Vergleich
Die Displaygröße geht Hand in Hand mit der Bedienbarkeit eines Smartphones. Je größer das Display, desto besser lässt es sich bedienen. Allerdings steigen mit der Größe auch das Gewicht und der Akkuverbrauch, sodass ein angenehmes Mittelmaß gefunden werden muss. Verbreitete Größen sind etwa 3,2 bis 4 Zoll. Bei dieser Größe gelingt den meisten Menschen eine reibungslose Bedienung. Wer plant, das Smartphone regelmäßig zum Surfen im Internet zu nutzen, sollte darauf achten, dass sein Handy mindestens eine Auflösung von 480 x 320 Pixeln besitzt. Bei High-End-Geräten sind inzwischen Auflösungen von bis zu 960 x 640 Pixeln vertreten. In der Smartphone-Einsteigerklasse ist eine typische Auflösung 320 x 240 Pixel. Für einfache Ansprüche reicht auch dies aus.
Handyhersteller im Vergleich
Das erste Smartphone mit Multitouchscreen kam von Apple. Die anderen Anbieter stehen diesem inzwischen aber in nichts mehr nach. Auch HTC, Samsung, LG und Sony Ericsson sind in der Lage gut ablesbare und präzise reagierende kapazitive Displays herzustellen. Preislich variieren sie kaum, wenn Smartphones der gleichen Leistungsklasse verglichen werden. Nur das iPhone ist deutlich teurer bei gleicher Leistung. Mit dem Galaxy II i9100 ist Samsung ein Smartphone gelungen, das in allen Testberichten gelobt wird. Es stellt momentan das Non-Plus-Ultra auf dem Smartphone-Markt dar.
Handy-Bauarten im Vergleich
Bei Smartphones sind Modelle mit Touchscreen besonders beliebt. Sie verfügen nur über einige wenige grundlegende Knöpfe, die restliche Bedienung erfolgt Eingaben mit dem Finger auf dem Display. Es lässt hierdurch zwar nicht blind bedienen, aber gegenüber einer gewöhnlichen Nummerntastatur bietet die Bildschirm-QWERTZ-Tastatur einige Vorteile. Es gibt auch Modelle mit aufschiebbarer Buchstabentastatur – diese Modelle sind besonders für Vielschreiber interessant. Manche Smartphones kombinieren auch beide Bedienungsarten.
Bei herkömmlichen Handys gehört die gewöhnliche Nummerntastatur zum Standard. Es gibt Handys zum Aufklappen, welche mit ausschiebbarer Tastatur und welche mit direkt sichtbarer Tastatur. Bei letzteren sind die Bildschirme aus Platzgründen meist etwas kleiner.
Preisklassen im Vergleich
Einsteiger- und Seniorenhandys sind günstig zu haben, Multimediahandys liegen ungefähr im Preisbereich von günstigen Smartphones. Letztere gibt es inzwischen schon ab knapp 100 Euro. In dieser Klasse sind recht schwache und langsamere Prozessoren verbaut und auch die Displaygröße könnte größer sein. Sie ermöglichen die wichtigen Smartphone-Funktionalitäten, wahrer Bedienspaß kommt in den meisten Fällen allerdings nicht auf. Wer bereit ist, etwas mehr Geld zu investieren, kann aus einer breiten Mittelklasse wählen. Die Leistung der Prozessoren ist ausreichend und auch die Auflösung und Displaygröße gut nutzbar. Wer allerdings das beste Smartphone, mit dem schnellsten Prozessor und dem besten Display haben möchte, muss sich in der High-End-Klasse umsehen. Ab 400 Euro gibt es Smartphones für die Technik-Enthusiasten.
Handys im Vergleich
Diese Kaufberatung hat vor allem die verschiedenen Funktionen und Handyarten im Vergleich betrachtet. Um einen Kauf zu tätigen, wird noch ein Handyvergleich, der die verschiedenen Modelle beinhaltet, benötigt. Bestenlisten und ausführliche Testberichte bietet zu Beispiel chip.de. Auch in den Printausgaben sind Tests zu finden. Zum Handyvergleich ist auch das Magazin connect empfehlenswert, das regelmäßig die aktuellsten Modelle testet. Der Klassiker zum Produktvergleich ist Stiftung Warentest, auch diese testen regelmäßig die spannendsten Handymodelle.